Online-Kurs-Anbieter: Aufgaben einer Virtuellen Assistenz

Virtuelle Assistenz Online-Kurs-Anbieter

Online-Kurse, E-Learning-Angebote und Online-Mitgliederbereiche sind nicht aus dem Online Business wegzudenken. Jeder, der über ein Expertenwissen verfügt, gibt sein Wissen in Online-Kursen weiter. Die meisten Online-Unternehmer verfügen über eigene Kurs-Angebote oder Mitgliederbereiche. Hier bieten sich unzählige Chancen für Virtuelle Assistenten, um Online-Kurs-Anbieter zu unterstützen. Lies hierzu auch den Beitrag, wie du als Virtuelle Assistenz Coaches, Trainer und Berater unterstützen kannst.

Online-Kurs-Anbieter: vielfältige Aufgaben für Virtuelle Assistenten

Zwar sagen viele Virtuelle Assistenten, dass sie gerne Online-Coaches unterstützen möchten. Doch wusstest du, welche Aufgaben du im Bereich Online-Kurse übernehmen kannst? Wer noch nie einen Online-Kurs absolviert oder für Online-Kurs-Anbieter gearbeitet hat, kann sich kaum vorstellen, welcher Workload hier wartet. Ein Online-Kurs muss nicht nur konzipiert und aufgesetzt werden. Er wird auch laufend aktualisiert, vermarktet und verkauft. Nicht zu vergessen: die Kunden, die den Kurs kaufen, brauchen auch eine Betreuung. Im folgenden Beitrag erfährst du, welche Aufgaben Virtuelle Assistenten für Online-Kurs-Anbieter übernehmen können und welche Kenntnisse dafür gebraucht werden.

Erste Phase: die Entstehung eines Online-Kurses

Starten wir zunächst mit der Entstehungsphase eines Online-Kurses. Je nachdem, welche Medien der Online-Kurs-Anbieter anbietet, braucht es Videos, Workbooks, PDF-Dateien, Checklisten oder Audios. Hier kannst du teilweise die Erstellung der Medien übernehmen, die vom Kurs-Anbieter erstellten Medien überarbeiten oder korrigieren. Konkrete Aufgaben sind:

  • Video- bzw. Audio-Schnitt
  • Korrekturlesen
  • Erstellung von (aktiven) PDF-Dokumenten
  • Layouten
  • Grafikdesign

Im nächsten Schritt geht es um die Kurs-Plattform. Dein Kunde muss sich entscheiden, ob er den Kurs selbst hosten – sprich auf seiner eigenen Domain haben, oder ob er eine Online-Kurs-Plattform wie Elopage* nutzen möchte. Auch hier kannst du deinem Kunden Arbeit abnehmen. Konkrete Aufgaben sind:

  • Recherche von Online-Kurs-Plattformen
  • Übersicht über die Kosten
  • Entscheidungshilfe: Kurs selbst hosten oder Plattform wählen

Wenn die Entscheidung gefallen ist, ob der Kunde den Kurs selbst hostet oder eine Plattform nutzt, kommen die nächsten Arbeitsschritte auf dich zu.

Im Falle, dass der Kunde den Kurs selbst hostet, braucht er einen Zahlungsabwickler wie Digistore. Nachdem sich der Kunde auf Digistore registriert und die wichtigsten Daten eingegeben hat, kannst du für ihn die Produktanlage übernehmen. Konkrete Aufgaben sind:

  • Produkt anlegen
  • Zahlungspläne erstellen
  • Bestellformular erstellen

Dieselben Aufgaben fallen auch an, wenn eine Online-Kurs-Plattform genutzt wird. Auch hier legst du das Produkt mit den Zahlungsplänen und Bestellformularen an. Der Unterschied ist, dass im Anschluss alle Kursinhalte direkt auf der Plattform eingestellt werden.

Beim selbst gehosteten Kurs müssen die Kurseiten erstellt werden. Dein Kunde braucht darüberhinaus ein Plugin für den Mitgliederbereich, dass die Bestellung und das Login managet. Der Kurs braucht eine Menüstruktur mit Modulen und Lektionen sowie sämtliche Inhalte. Darüberhinaus braucht es auch die Einstellungen, wie der Kurs nach Buchung ausgeliefert werden soll. Erhält der Kurskäufer seine Zugangsdaten automatisch? Soll eine individuelle Begrüßungsmail versandt werden? Wie bekommt der Käufer seine Rechnung. Auch hier kannst du die Umsetzung für deinen Kunden übernehmen.

Zweite Phase: der Launch eines Online-Kurses

Der Verkauf eines Online-Kurses sowie sämtliche Marketingaktionen rund um den Verkauf nennt man Launch. Während der Launch-Phase fällt ein riesen großer Berg an Arbeit an. Die Unterstützung durch eine Virtuelle Assistenz kann maßgeblich zum Erfolg eines Launches führen. Folgende Aufgaben kannst du während der Launch-Phase übernehmen:

Wie launcht der Online-Kurs-Anbieter?

Zunächst muss feststehen, wie der Kurs-Anbieter launchen möchte. Dabei gibt es ein paar grundlegende Methoden, wovon aktuell zwei recht beliebt sind. Entweder geht dem Online-Kurs eine kostenlose Challenge oder ein Webinar vor. In beiden Fällen gibt der Kurs-Anbieter seiner Audience einen Vorgeschmack auf seine Expertise und baut Vertrauen auf. Nachdem die Audience die kostenlosen Inhalte konsumiert hat, bekommen sie das kostenpflichtige Angebot, also den Online-Kurs, angeboten.

Um möglichst viele Teilnehmer für die Challenge oder für das Webinar zu gewinnen, muss man ein paar wichtige Werbemaßnahmen durchführen. Dabei unterscheiden wir zwischen bezahlter und kostenloser Werbung. Beliebte Werbemaßnahmen sind Schaltung von Social Media Ads, Blogbeiträge rund um das Thema, Social Media Aktivitäten und Kooperationen mit Partnern (Gastbeiträge, Interviews).

In beiden Fällen, egal ob Callenge oder Webinar, braucht es zunächst eine Landingpage, auf der sich die Interessenten eintragen können. Die Eintragungsseite muss technisch abgewickelt werden. Dieser Aufgabenbereich ist nicht für Anfänger geeignet. Du solltest Fachkenntnisse über Landingpages und Autoresponder mitbringen. Dein Kunde kann dich allerdings auch intensiv in den Bereich einlernen. Konkrete Aufgaben sind:

  • Erstellung der Landingpage
  • Formular im Autoresponder wie ActiveCampaign anlegen
  • Automation erstellen (was passiert nach der Eintragung?) und Willkommensmail mit ersten Infos versenden
  • Segmentierung der Kontakte im Autoresponder
  • Erinnerungs-E-Mails vorbereiten und planen

Einige Kunden möchten ihre Challenge-Teilnehmer in einer Facebook-Gruppe betreuen. In dem Fall kannst du folgende Aufgaben übernehmen:

  • Facebook-Gruppe anlegen
  • Grafiken erstellen
  • Postings vorbereiten und planen
  • Mitglieder freischalten und begrüßen
  • Gruppe moderieren

Bei einem Webinar-Launch kannst du diese Aufgaben erledigen:

  • Webinar anlegen (z.B. in Zoom)
  • Folien/Präsentation für Webinar erstellen
  • Nach Webinar: Teilnehmerberichte herunterladen und auswerten
  • Separate Landingpage für Aufzeichnung erstellen
  • Webinaraufzeichnung per E-Mail versenden

Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem die Salespage, also die Verkaufsseite, fertig sein sollte. Aufgaben sind:

  • Salespage erstellen
  • Salespage mit Bestellformular verbinden

Dritte Phase: Open Cart für den Online-Kurs

Nachdem die Challenge oder das Webinar vorbei ist, beginnt die Phase, in der der Online-Kurs buchbar ist. Diese Phase wird als Open Cart bezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt sollten zumindest die ersten Inhalte auf der Kurs-Plattform oder auf der eigenen Kurs-Seite hochgeladen sein. Folgende Aufgaben kannst du während des Open Carts übernehmen:

  • Salesmails formulieren und versenden oder
  • vorgegebene Sailsmails vorbereiten und versenden
  • Kunden-Mails beantworten
  • Überwachen, ob Kaufabwicklung und Login in den Kurs reibungslos funktioniert
  • Empfänger-Segmente für Salesmails organisieren (Käufer so markieren, dass sie von weiteren E-Mails ausgeschlossen werden)

In der Phase, in der der Warenkorb geöffnet ist, ist der Kundenservice extrem wichtig. Viele Kunden haben zusätzliche Fragen zum Kurs, die möglicherweise nicht alle auf der Salespage beantwortet werden. Manche Kunden haben Schwierigkeiten mit der Zahlungsabwicklung, finden ihre Zugangsdaten nicht oder melden sich aufgrund anderer Schwierigkeiten. Hier musst du Troubleshooting betreiben, eine gute Ausdrucksweise besitzen und zeitnah auf eingehende E-Mails reagieren. Ein guter Kundenservice entscheidet oftmals über die Verkaufszahlen eines Online-Kurses.

Vierte Phase: Auswertung des Kurs-Launches

Nachdem der Kurs-Launch abgeschlossen und der Warenkorb wieder geschlossen ist, möchten die meisten Kurs-Anbieter eine Auswertung des Launches. Hierfür kann man zunächst eine Umfrage erstellen und an alle schicken, die den Kurs nicht gebucht haben. Durch solch einen Fragebogen kann man unheimlich hilfreiche Erkenntnisse gewinnen (z.B. warum ein Kunde nicht gekauft hat). Lag es am Preis? Oder gar am Angebot?

Im nächsten Schritt kann man die Salesmails analysieren. Welche Mails wurden am meisten geöffnet? Wie oft wurden die Links zur Salespage geklickt? Wie war die Abmelde-Rate vom Newsletter während des Launches? All diese Erkenntnisse helfen dabei, den nächsten Launch noch erfolgreicher zu machen. Hier ist dein analytisches Geschick gefragt.

Kurs-Launch mit Affiliate-Partnern

Einige Online-Kurs-Anbieter suchen sich Unterstützung durch Affiliate-Partner. Das bedeutet, dass andere für den Kurs werben. Falls ein Kauf durch deren Affiliate-Link zustandekommt, bekommen die Affiliate-Partner eine Provision. Du kannst folgende Aufgaben im Bereich Affiliate übernehmen:

  • Recherche und Kontaktaufnahme zu geeigneten Affiliate-Partnern
  • Erstellung von Werbematerialien wie z.B. Grafiken, Banner, Texte, Videos
  • Affiliate-Programm im Bezahlanbieter des Online-Kurses anlegen
  • Terminfindung für gemeinsame Aktivitäten wie Interviews
  • Betreuung der Affiliate-Partner

Strategie und Konzept

Wenn du mit der Erstellung und der Vermarktung von Online-Kursen erfahren bist, kannst du deine Kunden auch bei der Strategieentwicklung unterstützen. Du erstellst dann Konzepte für das Listbuildung (= Aufbau einer E-Mail-Liste). Darüberhinaus entwickelst du Launch-Strategien oder erstellst einen kompletten Launch-Plan.

Je nachdem, ob du die richtigen Fähigkeiten und Skills beherrschst, kannst du auch ganze Sales-Funnels erstellen. Diese sorgen dafür, dass sich ein Online-Kurs oder ein Mitgliederbereich völlig automatisch verkauft. Die Entwicklung von Konzepten und Strategien sowie eines Sales-Funnels sind definitiv Aufgaben, die nur erfahrene Virtuelle Assistenten übernehmen.

Fazit: Online-Kurs-Anbieter sind ideale Kunden

Um Online-Kurs-Anbieter als Virtuelle Assistenz zu unterstützen, braucht man nicht unbedingt spezielle Fachkenntnisse. Wie du in dieser Übersicht siehst, sind die Aufgaben sehr breit gefächert und für fast jedes Niveau gibt es etwas zu tun.

Virtuelle Assistenz Online-Kurs-Anbieter

3 Antworten zu “Online-Kurs-Anbieter: Aufgaben einer Virtuellen Assistenz”

  1. Die Unterstützung von Online-Kurs-Anbietern soll zukünftig auch zu meinem Dienstleistungs-Portfolio gehören. Ich finde dieses Thema mega spannend. Vielen Dank für Deinen tollen Blogbeitrag dazu, der auch zeigt, wieviel Arbeit hinter einem Online-Kurs steckt.

    1. Eine gute Idee Online-Kurs-Anbieter zu unterstützen liebe Ramona. Wie du im Beitrag siehst, wartet hier jede Menge Arbeit auf eine Virtuelle Assistentin.

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