So schreibst du Social Media Posts, die gelesen werden

Social Media Posts schreiben, die gelesen werden Blog

Die sozialen Netzwerke sind äußerst schnelllebig und User*innen scrollen häufig nur durch, ohne wirklich aufmerksam auf Inhalte zu achten. Deshalb haben gut geschrieben Texte einen hohen Stellenwert. Mithilfe von Worten ist es möglich, Inhalte und Emotionen zu übermitteln. 

Konfuzius sagt einmal: „Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.“ 

Es ist nicht immer einfach, die passenden Worte für die Posts auf Social Media zu finden. Es ist wichtig, abzuwägen, seine Worte bewusst zu wählen. Was sich häufig locker, flockig anhört ist in Wirklichkeit gar nicht so leicht, aber auch nicht unmöglich. 

Beachte auch, dass es je nach Plattform etwas unterschiedlich ist. Instagram ist deutlich „bildlastiger“ als etwa Facebook oder LinkedIn. Die Mischung aus guten Bildern bzw. Grafiken und passendem Text macht‘s! Deine Community sollte sofort erkennen können, um was es geht. Schließlich soll sie beim Durchscrollen an deinem Post hängen bleiben! Du willst Interesse an dir oder besser gesagt deinem Business als Virtuelle Assistenz wecken wecken.

In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du Social Media Posts erstellst, die deine Leser*innen gerne lesen und deine Reichweite erhöhen. 

Biete deiner Community Mehrwert und nicht Dauerwerbung

Kannst du dich an Marktschreier erinnern? Echt lästig. Möchtest du als ein solcher wahrgenommen werden? Wohl kaum.

Deswegen: Biete deinen Follower*innen Mehrwert, erkläre ihnen, wie sie ein Problem lösen können. Sie werden dich mit der Zeit als Expert*in wahrnehmen. Auf diese Weise ist es deutlich angenehmer Kund*innen zu gewinnen. 

Emotionen und Storytelling

Verwende lebendige Sprache, sowie Verben und „bunte“ Adjektive, die deinen Text schmücken. 

Texte, die lebendig wirken und Emotionen wecken, werden lieber gelesen. Emotionen verkaufen, das hast du bestimmt auch schon einmal gehört. Deswegen ist auch Storytelling so wertvoll. Vermeide, wenn möglich, den Nominalstil.

Vereinfacht gesagt wird beim Nominalstil ein Verb substantiviert.

Es klingt häufig zäh, unnatürlich, umständlich und macht keine große Lust weiterzulesen. In öffentlichen Bekanntmachungen oder wissenschaftlichen Artikeln kommt Nominalstil häufig vor. 

Was klingt in deinen Ohren schöner?

  • In Erwartung auf Ihre Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen. Oder:
  • Ich freue mich auf Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen.

Der Nominalstil wirkt sehr distanziert und macht einen Text nicht besonders lebendig. 

Leser*innen lieben Emotionen und Storytelling, Geschichten aus dem Alltag. Davon fühlen sie sich angesprochen. 

Menschen kaufen von Menschen und nicht von Maschinen. Also warum soll man ihnen nicht geben, wonach sie suchen?!

By the way… Es ist auch besser Follower*innen direkt mit „du bzw. ihr“ anzusprechen. Mit dem unpersönlichen „man“ etwa fühlt sich keiner damit gemeint. Schreibe deshalb Sätze wie: „Wie schreibst du Social Media Posts / Kennt ihr schon die neue WordPress Version?“

Verwende Emojis

Emojis lockern Post auf. Eine Studie von Quintly hat ergeben, dass Post mit Emojis bis zu 47,7 % mehr Interaktionen erzielen. (Quelle: https://www.quintly.com/blog/instagram-emoji-study, Stand: 18. Mai 2021)

Wichtig ist es allerdings, nicht zu viel davon einzusetzen, dies kann unprofessionell und unstrukturiert wirken. Außerdem lenkt es vom eigentlichen Content ab. 

Die Mischung macht es also.

Hashtags

Je nach Plattform ist der Einsatz von Hashtags unterschiedlich. Ursprünglich hat Twitter Hashtags ins Leben gerufen. 

Auch auf Instagram solltest du unbedingt Hashtags nutzen, um die Reichweite des Posts zu erhöhen. 

Auf Facebook und LinkedIn dagegen werden Hashtags deutlich sparsamer eingesetzt. 

Wie genau du Hashtags auf welcher Social Media Plattform einsetzen solltest, würde allerdings einen separaten Beitrag füllen.

In der Kürze liegt die Würze 

Komm direkt zum Punkt. Erstens hat keiner, der durch Social Media Kanäle scrollt, Lust Romane zu lesen und zweitens sind auch die Zeichen je nach Plattform mehr oder weniger begrenzt. Mache dem Leser in 2-3 Sätzen deutlich, worum es bei deinem Post geht.

Frage dich, welche Wörter du streichen kannst, ohne, dass sich der Text verändert

Vor allem Überschriften können hier helfen, das Interesse des Lesers zu gewinnen.

Verwende einfache, leicht verständliche Sprache

Um was auch immer es gehen mag. Es ist wichtig zu zeigen, dass du Ahnung hast. Dein Expertenstatus soll zur Geltung kommen, schließlich bietest du ja in den meisten Fällen eine Lösung für ein bestimmtes Problem an. Doch spreche dabei kein Fachchinesisch. Deine Leser*innen sollen verstehen, um was es geht, du möchtest ihre Aufmerksamkeit wecken. Das klappt wahrscheinlich eher weniger, wenn du super komplizierte Texte mit unverständlichen Fachwörtern schreibst. 

Stell dir vor, du willst deinen Großeltern das Thema erklären. Würdest du dabei möglichst viele Fachbegriffe verwenden? Wohl kaum. Handhabe dies auch so mit deinen Follower*innen. 

Nutze einfache Sprache, die verständlich ist. Natürlich können Fachausdrücke auch deinen Expertenstatus verstärken, aber übertreibe es nicht und vor allem erkläre Fachbegriffe. Dann versteht sie auch deine Community.

Achte auf Rechtschreibung und Zeichensetzung

Kennst du das, wenn sich Fehler unbemerkt in den Text schleichen? Deshalb ist es sinnvoll, wichtige Texte gegenchecken zu lassen. Denn wie sagt man doch so schön, vier Augen sehen mehr als zwei. Besonders, weil man seine eigenen Fehler selbst gerne übersieht und Texte klingen super verständlich. Manchmal ist das allerdings nicht ganz so.

Mir ist zum Beispiel mal etwas echt Peinliches passiert… Ich habe einen Post auf Instagram veröffentlicht. In dem Beitragsbild hat sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen. Anstatt authentisch habe ich authetisch geschrieben. Doch bis ich das gemerkt habe, hatte der Beitrag schon einige Kommentare und ich wollte ihn nicht mehr löschen. Auf anderen Netzwerken kann man den Beitrag auch nachträglich noch ändern, aber das geht bei Instagram leider nicht. Ich habe dann beschlossen, einfach einen Kommentar darunter zu schreiben, wie schnell man seine eigenen Fehler übersieht.

Nicht unbedingt ideal 😉

Was es sonst noch zu beachten gibt…

Abgesehen vom Schreiben der Posts gibt es noch ein paar Dinge, die deine Sichtbarkeit auf Social Media positiv beeinflussen können.

Optimiere Bilder und Grafiken

Jeder Social Media Kanal hat seine eigene Größe für Bilder, Grafiken, Videos, etc. Achte deswegen darauf, Grafiken in der richtigen Größe zu veröffentlich, dann können sie optimal ausgespielt werden. 

Achte außerdem auf hochwertige Grafiken und dass dein Branding zu erkennen ist.

Der richtige Zeitpunkt

Auch der richtige Moment, wann dein Post viral geht ist entscheidend. Deine Zielgruppe ist nicht rund um die Uhr online. Deswegen probiere aus, wann deine Follower*innen aktiv sind. Morgens, mittags, abends? Schaue in die Insights und mit der Zeit wirst du merken, wann der beste Zeitpunkt ist. 

Call to Action

Interaktion ist auf Social Media essenziell. Denn du willst ja quasi mit deiner Community „warm“ werden, sie kennenlernen, mit ihnen kommunizieren. Schließlich ist das gut für deine Reichweite und Sichtbarkeit. 

Am besten erreichst du dies, indem du bei den Posts am Ende einen sogenannten „Call to Action“ einbaust. Damit forderst du deine Follower*innen dazu auf, deinen Beitrag zu liken, zu teilen, zu speichern und am besten auch zu kommentieren. Auf diese Weise entsteht Interaktion.

Der einfache Satz: „Wie siehst du das? Schreibe gerne in die Kommentare!“, kann wahre Wunder bewirken. 

Oder falls du einen passenden Blogbeitrag zu diesem Thema hast, kannst du natürlich auch darauf verweisen: „Mehr erfährst du auch in meinem Blogbeitrag.“ 

Dort können deine Follower*innen dann noch etwas ausführlicher lesen.

Insights

Um zu sehen, was gut funktioniert und was vielleicht weniger gut, ist es sehr hilfreich regelmäßig in die Insights zu schauen. Hier kannst du auch nachsehen, zu welchem Zeitpunkt deine Post die meiste Reichweite bekommen. 

Inisghts kannst du z. B. bei Instagram einsehen, wenn du ein Business-Account hast, bei Pinterest oder wenn du eine Facebook-Seite hast. 

Dort kannst du sehen, welche Beiträge viel Interaktion erzielt haben und welche nicht so gut bei deiner Community angekommen sind.

Sei selbst social

Auf Social Media geht es immer darum selbst sozial zu sein. Interagiere mit anderen User*innen:

  • Like Beiträge
  • Kommentiere 
  • Lerne deine Follower*innen kennen, indem du ihnen etwa eine kurze Nachricht schreibst

Auf diese Weise entsteht Interaktion, ein Netzwerk, in dem ihr euch gegenseitig unterstützen und weiterempfehlen könnt.

Fazit zu Social Media Posts

Wenn man ein paar Dinge beachtet, ist es gar nicht so schwer Posts zu schreiben, die auch wirklich gelesen werden. 

Du wirst merken, mit der Zeit und etwas Übung wird es dir immer leichter fallen. 

Oftmals ist es auch hilfreich die Texte mit etwas Vorlaufzeit zu schreiben. Mach dir keinen zeitlichen Druck. Schreibe deine Post und lese sie am nächsten Tag noch einmal in Ruhe. Überlege, was du vielleicht weglassen kannst oder du noch ergänzen solltest. Und immer daran denken: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen 😉

Gastbeitrag von Annika Tag.

Über Annika 

Annika schreibt und lektoriert Texte zu Themen wie Marketing, Sozialwissenschaften, Tourismus und Landwirtschaft. Durch ihr Studium zur Übersetzerin (Spanisch-Deutsch) hat sie viel über das Schreiben und Optimieren von Texten gelernt.

Durch ihre Erfahrung hilft sie Selbständigen und Selfpublisher*innen dabei, dass ihre Texte fehlerfrei und bei Google gefunden werden.

Mehr zu Annika unter: www.annikatag.de
Instagram: https://www.instagram.com/annikatag/ 
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